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Allgemeine Siegel-Informationen

der Kundaliniyoga Kleidung von Wahe Guru Yogawear

WAHE GURU

Fair Wear Foundation

Fair Wear Foundation
Siegel-Informationen

Bei der Fair Wear Foundation (FWF) soziale Belange in der Textilproduktion im Mittelpunkt, ökologische Kriterien und die Herstellungsbedingungen der Rohstoffe kommen erst an zweiter Stelle. Die unabhängige Fair Wear Foundationarbeitet mit Herstellern und Unternehmen zusammen. Ihr Ziel ist, die gemeinsam formulierten Sozialstandards zu erreichen.

Kriterien

Die Vorgaben Fair Wear Foundation orientieren sich an den Richtlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Zusammengefasst gilt: keine Zwangsarbeit, keine Diskriminierung am Arbeitsplatz, keine Kinderarbeit, Vereinigungsfreiheit und das Recht auf kollektive Verhandlungen, keine überlangen Arbeitszeiten, sicheres und gesundes Arbeitsumfeld, ein rechtsverbindliches Arbeitsverhältnis, existenzsichernde Löhne.

Zur Arbeit der Fair Wear Foundation gehört auch, diese Normen durch Methoden und Werkzeuge weiterzuentwickeln bzw. zu helfen, diese umzusetzen. So wurde der vielzitierte – und so gut wie nie erreichte – Standard der existenzsichernden Löhne im vergangenen November durch eine Überarbeitung der „wage ladder“, der Lohnleiter thematisiert: Dieses Online-Tool ermöglicht es Unternehmen, die Verhältnisse in der Herstellerregion zu überprüfen, indem die regionalen Mindestlöhne den Lebenshaltungskosten gegenübergestellt werden.

Die Fair Wear Foundation führt zudem Schulungen durch und bildet Audit-Teams der Mitgliedsunternehmen aus, die das Monitoring der Hersteller überwachen. Durch FWF bekommen die Arbeiterinnen und Arbeiter zudem Zugang zu unabhängigen Beschwerdestellen, ein wichtiger Baustein um Informationen durch Akteure vor Ort zu erhalten.

Kontrollen

Die FWF-Mitglieder müssen 40 Prozent ihrer Zulieferer im ersten Jahr nach dem Beitritt, 60 Prozent im zweiten, sowie 90 Prozent ab dem dritten mit Blick auf Einhaltung der Arbeitsstandards kontrolliert und die Ergebnisse für die Fair Wear Foundation dokumentiert haben.

Die Berichte können auf der Homepage abgerufen werden, so erfährt der Konsument auch, welchen Status die Fair Wear Foundation dem Unternehmen aufgrund der erreichten Punkte einräumt (3 Kategorien „Leader“, „Good“ sowie „Needs Improvement“). Leider sind die Reporte wie auch die gesamte Website nur auf englisch verfügbar.

Bei externen und unabhängigen Kontrollen überprüft die Fair Wear Foundation alle drei Jahre die Umsetzung der Arbeitsbedingungen. Dabei wird auch geprüft, ob das Managementsystem des Mitgliedsunternehmens funktioniert und den FWF-Verhaltenskodex einhalten hilft.

Kritik

Die Fair Wear Foundation arbeitet mit Modehändlern zusammen, die ihrerseits Einfluss auf ihre Hersteller nehmen sollen, die sozialen Standards umzusetzen. Ob es sich bei den eingesetzten Rohstoffen um Biobaumwolle oder synthetische Fasern handelt, und zu welchen Bedingungen die Stoffe hergestellt wurden, die in die Produktion gehen, bleibt jedoch unberücksichtigt. FWF bleibt damit hinter den Anforderungen anderer Siegel zurück.

FWF-Mitglieder verpflichten sich zudem dazu, die FWF-Standards einzuhalten – da dies nicht von heute auf morgen geschehen kann, bleibt es zu Beginn der Mitgliedschaft bei einer Absichtserklärung. Kritiker sehen darin eine Möglichkeit, das Siegel zu nutzen ohne die erforderlichen Kriterien zu erfüllen – und dieses Ziel auch mit unterschiedlich hohem Einsatz anzugehen.

2012 etwa geriet der Modediscounter „……“  in den Blick, es wurde bekannt, dass das Unternehmen Kleidungsstücke verkauft hat, die in chinesischen Gefängnissen gefertigt wurden. „……“ hatte der Fair Wear Foundation pflichtgemäß die Namen von Herstellern und Zuliefern genannt, nach eigenen Angaben aber nicht gewusst, dass es sich bei den Adressen teilweise um Gefängnisse gehandelt hat. Der Fall zeigt ein Grundproblem: Sind Hersteller zum Zeitpunkt der Labelnutzung noch nicht bei den Standards angekommen, so ist dies für den Käufer nicht ersichtlich. Zudem hatte „……“ seine Ware bei einem Hersteller geordert, der die Aufträge wiederum an Subunternehmer weitergab – eine zuverlässige Garantie für die Einhaltung von Sozialstandards ist in einem solchen Geschäftsmodell sehr aufwendig.

Fazit

Das Label der Fair Wear Foundation ist derzeit die wichtigste Orientierungshilfe für Sozialstandards in der Textilbranche. Zwar hält die FWF die Einstiegsschwelle für die Mitgliedsunternehmen gering, um langfristig die bestmöglichen Veränderungen anzustoßen. Aber das Logo ist nur unter bestimmten Bedingungen an Kleidung zu finden: Das Unternehmen muss länger als ein Jahr FWF-Mitglied sein und in die beste Kategorie eingestuft sein.

Quelle: http://www.utopia.de/produktguide/siegel/fair-wear-foundation-207

 

Der Global Organic Textile Standard (GOTS)

SIEGEL-INFORMATIONEN

ALLGEMEINE BESCHREIBUNG

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 17. September 2015 08:55

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und gleichzeitig die einzuhaltenden Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette.

Version 4.0 wurde am 1. März 2014, drei  Jahre nach Veröffentlichung der Version 3.0 und neun Jahre nach Einführung der ersten Version, herausgegeben. Bei der Revision wurden hohe ökologische und soziale Anforderungen sowie eine globale Anwendbarkeit und Überprüfbarkeit berücksichtigt, um zuverlässige und transparente Kriterien zu schaffen.

Die Informationen in diesem Abschnitt geben eine Schnellüberblick über Inhalt und Grundanforderungen des Standards. Sie geben nicht alle Kriterien des Standards detailliert wieder und können aus diesem Grund nicht für offizielle Zwecke verwendet werden.

ZIEL

Ziel des GOTS Standards ist es, Anforderungen zu definieren, die eine nachhaltige Herstellung von Textilien gewährleisten, angefangen von der Gewinnung textiler Rohfasern über die umweltverträgliche und sozial verantwortliche Herstellung bis zur Kennzeichnung der Endprodukte. Letztlich soll dem Endverbraucher bei seiner Kaufentscheidung durch das GOTS Label am Produkt Sicherheit gegeben werden. Textilverarbeiter und -hersteller sollen ihre ökologisch erzeugten Textilprodukte mit einer Zertifizierung anbieten können, die auf allen relevanten Märkten anerkannt wird.

KRITERIEN

Die Internationale Arbeitsgruppe des GOTS war sich einig, dass es wesentliche Voraussetzung für einen zuverlässigen und weltweit gültigen Standard ist, dass die Kriterien verpflichtend sind. Der Standard deckt Herstellung, Konfektion, Verpackung, Kennzeichnung, Handel und Vertrieb aller Textilien ab, die aus mindestens 70% kontrolliert biologisch erzeugten Naturfasern bestehen. Es können Garne, Stoffe, Bekleidung, Heimtextilien und sonstige Produkte aus textilen Fasern zertifiziert werden. Der Standard legt keine Kriterien für Leder- und Fellprodukte fest.

KENNZEICHNUNGSSTUFEN

Nur Textilien, die gemäß den Bestimmungen des Standards produziert und zertifiziert wurden, dürfen die GOTS Kennzeichnung tragen.

Der Standard sieht eine Unterteilung in zwei Kennzeichnungsstufen vor:

Kennzeichnungsstufe 1: „kbA/kbT“ bzw. „organic“
≥ 95% kontrolliert biologisch erzeugte Fasern, ≤ 5 % konventionell erzeugte natürliche oder bestimmte Chemiefasern

Kennzeichnungsstufe 2: „hergestellt aus X% kbA/kbT Fasern“ bzw. „made with organic“
≥ 70% kontrolliert biologisch erzeugte Fasern, ≤ 30 % konventionell erzeugte Fasern, aber maximal 10% Chemiefasern (bis zu 25% bei Strümpfen, Leggings und Sportkleidung), sofern diese nicht von zertifiziert biologischen, aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammenden oder recycelten Rohstoffen stammen.

kbA=kontrolliert biologischer Anbau; kbT=kontrolliert biologische Tierhaltung

Das einzige Unterscheidungskriterium der beiden Kennzeichnungsstufen ist demnach der Mindestanteil des „kontrolliert biologisch erzeugten“ Materials im Endprodukt. Die Einstufung orientiert sich an den führenden Bio-Standards für Landwirtschaft und Lebensmittel, wie z.B. der EU Bio-Verordnung oder dem äquivalenten staatlichen Standard in den USA, USDA NOP.  Konventionelle Baumwolle, Angora sowie neu hergestelltes (virgin) Polyester sind für diesen ‚restlichen Faseranteil‘ nicht mehr zulässig. Ein Mischen konventioneller und biologischer Fasern der gleichen Art im selben Produkt ist nicht gestattet.

Wenn Rohfasern mit dem zertifizierten Status „kbA/kbT – in Umstellung“ anstelle von zertifizierten Biofasern verwendet werden, lauten die entsprechenden Kennzeichnungstufen „kbA/kbT – in Umstellung“ bzw. „hergestellt aus X% kbA/kbT Fasern – in Umstellung“.

Quelle: http://www.global-standard.org/de/

 

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